Praxistag Jahrgang H 9

Regelmäßige betriebliche Praxistage in den Fächern Arbeitslehre und WPU  Mit dem Wahlpflichtunterricht Wirtschaft/Berufsvorbereitung und Arbeitslehre  will die Freiherr-vom-Stein-Schule ihren Beitrag dazu leisten, dass die Schüler nach ihrem Schulabschluss einen Berufseinstieg finden, der ihnen mehr Sicherheit in der Berufswahlentscheidung und im Umgang mit betrieblichen Verhaltensregeln gibt. Die berufliche Praxisorientierung wollen wir in der H9 mit regelmäßigen und langfristigen Praxistagen fortsetzen.

Die Schüler gehen im Rahmen der Blockbildung der Fächer Arbeitslehre und  des WP Wirtschaft / Berufsvorbereitung regelmäßig an einem Tag in der Woche  ab ca. Ende Oktober bis Mai in einen ausgewählten Praktikumsbetrieb.

Dieses Zusatzpraktikum wird im Zeugnis als „Betriebliche Zusatzqualifikation“ vermerkt und bewertet.

Die Schüler verbessern dadurch nicht nur ihre Bewerbungschancen und können sich bei entsprechender Leistungsfähigkeit und betrieblicher Übereinstimmung für einen Ausbildungsplatz qualifizieren, sondern erhalten eine praxisorientierte Berufsvorbereitung in Anlehnung an realistische, betriebliche Bedingungen.

Den Auftakt bilden vier „Kennenlern-Tage“ , an denen Ihre Kinder den gewählten Betrieb kennen lernen. Der Stundenplan wird so aussehen, dass an einem Tag in der Woche AL-Stunden sowie der WP- Unterricht liegen. Alle anderen Fächer werden regulär, gemäß der Stundentafel, unterrichtet. Dadurch wird gewährleistet, dass durch den Praxistag keine andere Fächer ausfällen oder eingeschränkt sind.

Die Schüler/innen sollen am Praxistag sieben Stunden arbeiten. Bei Erkrankung in dieser Zeit müssen der Betrieb und die Schule (Betreuungslehrer/in) frühzeitig informiert werden. Eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung  muss vorgelegt werden.

Während der Praxistage müssen die Schüler/innen Berichte anfertigen und bestimmte Aufgabenstellungen zum Praktikum bearbeiten. Bitte kontrollieren sie die Arbeiten!

Die Fahrtkosten sind vorzustrecken und werden gegen Vorlage der Fahrkarten erstattet.
Zur Information und als Hilfe für die Suche des Praktikumsplatzes erhalten die Eltern von uns eine Präsentationsmappe des Projektes.

Die Schülerinnen und Schüler gewinnen erste wichtige Einblicke in das Berufsleben und üben schon frühzeitig, sich zu bewerben und sich vorzustellen, denn sie müssen sich den Praktikumsplatz selbständig aussuchen und sich dort bewerben. Vorbereitet und unterstützt werden sie von einer betreuenden Lehrkraft.

Die Informationen und Erlebnisse dieser Praxistage bearbeiten die Jugendlichen an den restlichen Schultagen und präsentieren die entstandenen Ergebnisse

Die Arbeit lohnt sich. Für jede Einzelne unserer Schülerinnen und für jeden einzelnen Schüler und ist von hoher emotionaler und kognitiver Bedeutung, denn:

  • die Eigeninitiative der Jugendlichen wird gefördert;
  • die Lern- und Schulmotivation der oft schulmüden Jugendlichen nimmt spürbar zu und Tugenden wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit werden wieder wichtig;
  • das Selbstwertgefühl vieler Jugendlicher steigert sich durch die positiven Rückmeldungen der Betriebe;
  • vor allem in der Schule erleben und erfahren oft schwächere Schülerinnen und Schüler, dass es sich lohnt, etwas zu leisten und vielleicht noch mehr zu tun;
  • die Ausbildungsfähigkeit wird verbessert.

Außerhalb dieser „Praxistage“ absolviert noch jede Achtklässlerin und jeder Achtklässler zusätzlich ein dreiwöchiges Praktikum, so dass insgesamt verschiedene Berufe während der Hauptschulzeit „erlebt“ werden.

(Bearbeitet nach einem Text von Susanne Frey und Dagmar Splettstößer)