Bilingualer Geschichtsunterricht

Die Freiherr-vom-Stein Schule bietet seit dem Schuljahr 2020/2021 bilingualen Unterricht (Englisch) im Sachfach Geschichte für den Jahrgang G9 an. Dieses Vorhaben läuft seit dem ersten Halbjahr als Pilotprojekt und wird in regelmäßigen Abständen evaluiert und bei Bedarf modifiziert und angepasst. 

Wir möchten Sie auf diesem Weg über die Inhalte, Ziele und den Ablauf des bilingualen Unterrichts im Fach Geschichte informieren.

  • Was bedeutet bilingualer Unterricht im Fach Geschichte?

Bilingualer Unterricht bedeutet, dass der Geschichtsunterricht zu großen Teilen in der Zielsprache Englisch erteilt wird. Das heißt, dass sowohl die Unterrichtssprache Englisch sein wird, als auch die verwendeten Materialien auf Englisch sein werden. 

  • Was unterscheidet den bilingualen Geschichtsunterricht vom „normalen“ Geschichtsunterricht?

Die Inhalte entsprechen denen des klassischen Geschichtsunterrichts. Allerdings werden exemplarisch Ereignisse der Zielkulturen (England/USA) besprochen, welche inhaltlich den Deutschen entsprechen (Beispiel: Zusätzlich zur Weimarer Krise kann auch die Politik des „New Deal“ in den USA besprochen werden). Dies fördert insbesondere die mehrschichtige und mehrperspektivische Auseinandersetzung mit Ereignissen und Epochen der Weltgeschichte sowie insbesondere das Verstehen der zielsprachlichen Kulturen.

  • Welchen Mehrwert haben Schülerinnen und Schüler vom bilingualen Geschichtsunterricht?

Neben den bereits oben erwähnten Faktoren (Vertiefung/Förderung des Fremdverstehens) haben langjährige wissenschaftliche Studien bewiesen, dass insbesondere Schülerinnen und Schüler profitieren, die eine große Neigung zur Fremdsprache Englisch haben, bzw. gute Leistungen in dieser zeigen. Hier wirkt sich der bilinguale Sachfachunterricht stark fördernd auf die Englischkompetenz aus. Schülerinnen und Schüler werden also verstärkt in der Fremdsprache gefördert, da sich der Anteil des englischsprachigen Unterrichts erhöht. Das deutliche Plus an Leistung zeigt sich in allen Bereichen der Fremdsprachenkompetenz. Zusätzlich dazu, stellen wir Ihrem Kind zum Abgangszeugnis ein Zertifikat aus, welches die

Teilnahme am bilingualen Unterricht im Fach Geschichte dokumentiert. Ebenfalls wird im Zeugnis vermerkt, dass der Unterricht auf Englisch statt fand.

  • Welche Unterschiede gibt es zum Englischunterricht?

Im bilingualen Geschichtsunterricht wird natürlich das Fach Geschichte in all seinen Facetten unterrichtet. Die Inhalte unterscheiden sich also deutlich vom regulären Sprachunterricht. Damit dies gelingt bedient sich der bilinguale Unterricht diverser Arbeitstechniken (z.Bsp. Scaffolding = „Gerüst bauen“) um auch sperrige Texte schülergerecht aufarbeiten zu können und dabei einen Kompetenzzuwachs in der Fremdsprache zu erreichen. Fachspezifische Vokabeln werden erläutert und eingeführt.

  • Was mache ich, wenn ich merke, dass mir der Unterricht auf Englisch zu schwer fällt?

Einfache Antwort: Wechseln! Der bilinguale Unterricht muss so aufgebaut sein, dass man nach einem Schuljahr wieder problemlos in den Regelunterricht wechseln kann, ohne dabei fachliche Defizite aufzuweisen.

  • Welche Voraussetzungen sollte ich für den bilingualen Geschichtsunterricht mitbringen?

Mindestens die Schulnote 3 in Englisch, ein Interesse an der englischen Sprache sowie die Bereitschaft sich auf das neue Schulfach einzulassen. 

  • Was passiert nach Klasse 9 und 10?

Der bilinguale Unterricht wird auch in der Klasse G10 weitergeführt. Auch an unserer Verbundsoberstufe, der Albert-Schweitzer-Schule Hofgeismar, gibt es die Möglichkeit bilingualen Unterricht im Fach Geschichte weiter zu führen.