Ganztagsangebote

Das Angebot betrifft verschiedene Bereiche, die mit den Fachbereichen eine Rückkopplung erfahren: Sport, Musisch-künstlerische Aktivitäten, Soziales Lernen: Gewalt- und Drogenprävention, Neue Technologien/ Medienerziehung, Gestaltendes Werken, Berufsvorbereitung und Berufsberatung, (Hoch)begabung: Fachliche Vertiefung für intensiver interessierte Schüler (Physik-AG etc.); Schach, etc. und Sprachen. Auch besonders Schulprojekte (Sanitäter etc.) können einbezogen werden.

Das umfangreiche Programm der Wahlangebote im Nachmittagsbereich der Gesamtschule Immenhausen wird über ein Einwahlheft und die Homepage allen Schülerinnen und Schülern sowie den Eltern bekannt gemacht. Im Schuljahr 2009/10 wurden z.B. 70 Kurse von 52 Leitern, Lehrerinnen und Lehrer der Schule ebenso wie von Fachleuten aus der Region, angeboten. 500 Schüler von rund 750 Schülern an der Schule wählten über 800 Nachmittagsangebote.  Das sind 2/3 der Schüler. Insgesamt liegen 800 Einzelkursanmeldungen vor, natürlich wählen darunter einige Schüler mehrere Angebote. Dass besonders viele Anmeldungen aus den neuen fünften Klassen kommen bestätigt den Schwerpunkt unserer Schule im Nachmittagsangebot. Eltern wissen, dass sie hier frei entscheiden können, wann ihre Kinder etwas am Nachmittag in der Schule machen wollen und dass hier Arbeitsgemeinschaften auf hohem Niveau mit großem Spaßfaktor angeboten werden. Deshalb ist das umfangreiche Wahlangebot auch für Eltern von Grundschulkindern ein wichtiges Entscheidungskriterium für die Schulwahl.

Das Programm reicht vom Musical, über Schulteich und –garten, Fahrradwerkstatt bis zum Bau von Elektromotoren. Ebenfalls dabei sind Digitalfotografie, Spanisch- und Französischkurse, Mangezeichnen und drei Schulbands. Beliebt waren schon im letzten Jahr die Kochkurse, darunter auch „Kochen wie die Sterneköche“. Neu ist, dass es auch Kompaktangebote gibt, etwa Tanzen an zwei Freitagen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch im sportlichen Bereich. Neu ist hier in Kooperation mit dem TSV Immenhausen das Angebot „Geräteturnen für Jungen“. Erfolgreich laufen bereits Judo- und Fußballgruppen, sowie das Kletterangebot. Im musischen Bereich besteht eine bewährte Zusammenarbeit mit der Musikschule Hofgeismar, was professionelle Ausbildung in den Bereichen Chor, Schlagzeug und Gitarre bedeutet. Thorsten Seydler war bereits in den vergangenen Jahren mit seinem Chor bei vielen Veranstaltung und eine eigenen CD-Produktion begeisterndes Aushängeschild der Schule. Gleich mehrere bekannte regionale Künstlerinnen und Künstler runden ergänzen die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen der Schule. Natalija Cimbaljuk bietet erstmals zwei Kurse „Zeichnung und Malerei“ an. Die Diplom-Künstlerin hatte zuletzt erfolgreich in Hofgeismar ausgestellt. Rita Schenck bietet im „Specksteinkurs“ eine künstlerische Begegnung und Arbeit mit dem Stein an. Beliebte Klassiker im AG-Bereich sind die Töpfer- und Keramikkurse von Hans Gess und Esther Müller-Späth. Eine Theater- und eine Musical-AG dürfen nicht vergessen werden, da die Theaterarbeit an der Freiherr-vom-Stein-Schule eine große Tradition hat. Jedes Jahr gibt es zwei-drei verschiedene Produktionen.

Ein wichtiger Baustein sind auch Förderangebote mit Schwerpunkt Lesekompetenz. Eine Besonderheit ist der Leseclub. Hier erwartet man im Laufe des Schuljahres noch Neuanmeldungen, wenn Eltern nach dem jetzt durchgeführten Lesetest auf Leseschwächen ihrer Kinder hingewiesen werden. Neu ist ein Angebot mit kinesiologischen Übungen für ein stressfreies Lernen. Dieses Angebot wurde allerdings von zu wenigen Kindern angewählt. Von Montag bis Freitag gibt es drei Stunden Hausaufgabenhilfe, die von externen Fachleuten aus dem Lerntreff und Fachlehrern gleichermaßen angeboten wird. Außerdem ist hinter der Mensa der Betreuungsraum geöffnet, wo ohne Hilfe Hausaufgaben gemacht werden können und wo auch ein Kicker steht und Spiele ausgeliehen werden können (was momentan an die Kapazitäten der FSJ-Kraft gebunden ist und erst einmal nur in den regulären Pausen möglich ist).

Damit ist die Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen mit führend bei Umfang und Vielfalt der Angebote. Für unser Schulkonzept gehört es einfach mit dazu, dass Schüler und Lehrer sich nicht nur am Vormittag beim ‚Pauken’ erleben, sondern am Nachmittag gemeinsam im Videoraum arbeiten. Das fördert die Lernfreude und macht erfahrbar, dass das Leben und Fähigkeiten nicht auf Mathe und Vokabeln beschränkt ist. Nicht zuletzt sind die qualifizierten Angebote auch eine Talent- und Begabtenförderung. So sind die Spieler der Schach-AG ebenso erfolgreich wie unsere Videogruppe bei Filmwettbewerben.

Kooperation mit der Serviceagentur „Ganztägig“ lernen und anderen Ganztagsschulen

Das Ganztagsangebot kooperiert mit der Servicestelle „Ganztägig lernen“. An zwei Koordinierungs- und Fortbildungstreffen zur Vernetzung mit anderen Schulen im Schulamtsbereich wurde teilgenommen. Dort wurde auch in offener „Arbeitskreis Ganztag“ gegründet. Der sich locker treffende „Stammtisch“ setzt sich aus fünf jungen Kolleginnen und Kollegen zusammen, die ebenfalls neu die Koordination der Ganztagsangebote übernommen
werden. Ziel ist, z.B. Referenten und erfolgreiche Kursangebote innerhalb der Arbeitskreisschulen zu vernetzen und auszutauschen.

Grundlagen

Das Nachmittagsangebot muss das Prinzip der Gesamtschule weiterverfolgen, bei dem Schüler nach ihren Begabungen gefördert werden. Gleichzeitig ist hier auch der Ort, wo alle Schulzweige zusammen etwas erleben. Zum Nachmittagsangebot gehören auch gezielte Projekte, wie z.B. die Teilnahme an Wettbewerben und Stiftungsprojekten, für die Drittmittel eingeworben werden können. Insofern können auch Klassen ein Nachmittagsangebot bilden (hier ist dann auch der Zeitpunkt variabel und kann außerhalb der festen Zeiten liegen, z.B. auch am Wochenende).

Die Inhalte können von zwei Faktoren geprägt werden:  a.Welche Angebote wollen Schülerinnen und Schüler, was macht ihnen Freude, was bindet sie am Nachmittag an die Schule, was macht für sie die Schule lebenswerter. b.Welche Angebote will die Schule mit Blick auf das Schulprogramm und die pädagogische Ausrichtung sowie zum erreichen von sozialen Zielen und dem Gegenwirken bei auftretenden Problemen. Die Inhalte orientieren sich an den folgenden allgemeinen Zielen: mehr Zeit und Gelegenheit für Bildung und Erziehung, Spiel- und Freizeitgestaltung; Stärken und Fähigkeiten entdecken und weiterentwickeln; lernen, Verantwortung für sich und ihre Mitmenschen zu übernehmen; zur Selbständigkeit erzogen werden; in Persönlichkeitsentwicklung unterstützt werden; lernen, mit anderen kommunikativ und kooperativ zusammenzuarbeiten; lernen, Schule mit zu gestalten; Kenntnisse und Fertigkeiten im Umgang mit den Neuen Technologien erreichen; sich mit der Berufsorientierung und ihrer Berufsfindung auseinandersetzen; sich mit der Schule verstärkt identifizieren.

Grundlage der Arbeit ist die „Richtlinie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen nach §15 Hessisches Schulgesetz“. Das Nachmittagsangebot muss in einem transparenten Tagesablauf mit ausreichenden Pausen eingebettet sein. Schon das gemeinschaftliche Mittagessen ist Teil des Nachmittagsangebot und soll einer gesunden Ernährung dienen und zur Entwicklung einer Esskultur beitragen. Hier erleben sich alle Teile der Schulgemeinde in einer Aus-Zeit. Die Teilnahme wird im Zeugnis dokumentiert. Für die Zukunft wird überlegt, ob man eine eine „Teilnahmebescheinigung“ ans Zeugnis beifügt, die z.B. später bei Bewerbungen oder dem Berufswahlpass hilft.

Das Gesamtkonzept findet man hier zum Download oder auch auf der folgenden Internetseite. Antrag auf Profilevaluation im Programm Hessische Ganztagsschulen[1]

Ganztagskonzept Übersicht