Preis für Hauptschulklassen: Kunstaktion beim Hessentag

Kunstwerke 1Die Klasse H9 aus dem Schuljahr 2012/13 der Freiherr-vom-Stein-Schule Immenhausen hat jetzt den ersten Preis beim Wettbewerb „Junge Kunst in St. Elisabeth“ gewonnen. Während des Hessentages in Kassel wurde das Klassenprojekt ausgestellt. Die Jury wählte das Kunstwerk „Eimer“ (Titel „Mein LebensMITTElpunktRausholenlesenreinlegen“) auf den ersten Platz. Als Preisgeld wurden 200 Euro überwiesen. Auch der dritte Preis ging an die Freiherr-vom-Stein-Schule. Die heutige Klasse H8 mit Klassenlehrerin Dagmar Splettstößer gewann den mit 50 Euro dotierten Preis für den „Ventilator“ (Titel: „Was mir wichtig ist im Leben. Punkt.“). Beide Kunstwerke hatten den Auftrag, das Thema „mittendrin“ umzusetzen. Ausgelobt wurde der Preis von Bistum Fulda, das unter dem Titel „mittendrin“ die Elisabethkirche am Friedrichsplatz als Hessentagskirche bespielte. Der Ventilator stand auf dem Kirchenvorplatz. Auf bunte Bänder hatten die Schülerinnen und Schüler Begriffe geschrieben, die sie mit der Überschrift „mittendrin“ verbunden hatten. Eine Windmaschine, also ein Ventilator in einem Metallkäfig, liegt auf dem Boden. Der Wind treibt kleine Spruchbänder in die Höhe. Schülerinnen und Schüler haben darauf vermerkt, was für sie im Leben im Mittelpunkt steht. Ein Zettel ist noch frei. Imaginär kann man sich Gedanken machen, womit es der Betrachter ergänzen würde. Die Frage „für mich steht im Leben im Mittelpunkt“ bildet gleichsam den Mittelpunkt der Installation. Im grünen „Eimer“ lagen zerknüllte Papiere, auf denen die Schülerinnen und Schüler notiert hatten, was ihnen im Leben wichtig ist. Ein leerer, andersfarbiger Zettel lag genau in der Mitte. In einem Blecheimer sieht man weiße, zusammengeknüllte DINA-4 Blätter. In der Mitte liegt ein farbiges Papier, ebenfalls zerknüllt. Auf den weißen Blättern haben die Schülerinnen und Schüler beschrieben, was ihnen im Leben wichtig ist, was die Mitte ihres Lebens darstellt. Auf dem farbigen Zettel steht „die Mitte meines Lebens“. Das Kunstwerk soll irritieren, denn es sieht einem Mülleimer ähnlich. Darf man Zettel hinausnehmen, lesen? Der Untertitel regt dazu an. Damit ist eine Grenzüberschreitung notwendig. Das bewusste Auswählen, Auseinanderfalten und damit Lesen von sehr persönlichen Äußerungen, die dann wieder zurückgelegt werden sollen. Es wird spannend sein, was mit dem Eimer passiert. Bleibt das farbige Papier in der Mitte, kommen neue Blätter hinzu? Zum Kunstwerk gehörte auch, dass es oft nicht als Kunstwerk erkannt wurde und täglich auch als Mülleimer genutzt wurde. „So war das Kunstwerk auf der einen Seite „mittendrin“ in der Inszenierung der Kirche, gleichsam aber immer mit Distanz und Fragezeichen der Betrachter versehen“, erklärt Lehrer Marcus Leitschuh, der die Initiative zur Wettbewerbsteilnahme übernommen hatte.

 

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